„Ich hab‘ des öfteren gesagt: Irmingard, leider muß ich Dir das so sagen,
aber wenn man sieht, daß eine Sache genetisch versaut ist, das kann man
mit Prügel allein nicht korrigieren. Die Irmingard hat dann immer geweint.“

Gerhard Polt

 

Gerade hörte ich im Deutschlandfunk einem Interview einer völlig unkritischen Journalistin, Ferdos Forusdastan, mit Wolfgang Benz, dem Leiter des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung, zu. Er bezeichnet die aktuelle Islamdiskussion in Deutschland als Islamophobie. Außerdem zieht er Vergleiche zwischen Antisemitismus und Islamophobie. Was würde ich Herrn Benz gerne sagen, einen Tag nach dem 11. September. Nun, von Juden geht keine akute Gefahr aus, im Gegensatz zum radikalen Islam. Und dieser ist eben Teil des Islams, und ein nicht einmal kleiner. 

„Eine Phobie (v. altgriech. φόβος phobos, φοβία phobia „Furcht“/„Angst“), auch phobische Störung, ist eine krankhafte, das heißt unbegründete und anhaltende Angst vor Situationen, Gegenständen, Tätigkeiten oder Personen, allgemein vor dem phobischen Stimulus. Sie äußert sich im übermäßigen, unangemessenen Wunsch, den Anlass der Angst zu vermeiden.“ 

So lese ich es in Wikipedia. Der Islam ist nun aber in vielen Teilen der Welt leider mit Gewalt infiziert, es gibt viele islamische Regierungen, die sich durch Repression und Ausschluss von Nichtmuslimen auszeichnen, viele Muslime in Europa verachten die freiheitliche Gesellschaften Westeuropas und Nordamerikas und schaue ich mir große Teile der Scharia an, so stehen diese offensichtlich in Gegensatz zu Demokratie, Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung der Geschlechter, Schutz vor Folter und dem Anspruch auf gerechte Strafverfahren. Von Unbegründetheit, leider, keine Spur.

Eine Religion ist zunächst einmal ein System von Überzeugungen. Und in der westlichen Welt herrscht Religionsfreiheit. Aber daraus zu schließen, dass alle Überzeugungen gleichen Respekt und Akzeptanz verdienen ist absurd. Denn das würde bedeuten, dass Überzeugungen kein moralisches Gewicht hätten. Viele Menschen finden in Religiosität ihre geistige und spirituelle Heimat. Deshalb muss man Religionen alle Freiheiten geben, wenn es um geistige Überzeugungen, um Arten und Formen des Gottesdienstes und die Beschreibung des Metaphysischen geht. 

Ist die nicht-muslimische Bevölkerung jedoch in irgendeiner Form praktisch betroffen, so ist es mehr als gerechtfertigt zu fragen. Und hier hat der Islam viel zu antworten. Und die entscheidende Frage ist, ob islamischer Sexismus, islamische Gewalt, islamische Scheinheiligkeit und islamisches Überlegenheitsgefühl Teil des islamischen Dogmas sind oder eine Serie von Abweichungen durch offensichtlich Fehlgeleitete. Diese Frage stellt die deutsche Bevölkerung, diese Frage stellt ein Herr Sarrazin. Manchmal ungeschickt und manchmal auch scheinheilig. Was aber nicht heißt, dass die Frage selbst ungerechtfertigt ist. 

P.S. An das obige Zitat erinnerten mich die Ausflüge Herrn Sarrazins in die Genetik. Es hat mit diesem Blogbeitrag nicht allzu viel zu tun, lockert aber die Gedanken.