Ich will es ja gar nicht bestreiten. Es ist nicht mehr normal normal zu sein. Lesben, Schwule, Bisexuelle und Intersexuelle, zumindest was ihre Präsens in den Medien angeht, sind auf dem Vormarsch. Ich habe auch nichts Grundsätzliches dagegen. Nur was wirklich nervt und für mich letztendlich Grund zur Besorgnis ist, ist die Anerkennung ihrer Besonderheiten auch im gesetzlichen Rahmen.

Denn letztendlich geht es mal wieder nur um, die eigenen, Partikularinteressen. Nehmen wir zunächst einmal das andere Extrem. Fundamentalistische Christen. Auch Sie fühlen sich unterdrückt. Sie wollen ihre Kinder nicht mehr auf staatliche Schulen schicken. Und hier schließt sich der Kreis. Der Aktivist der sexuellen Identität lacht sich eben über diese Christen kaputt. Und so mancher unter ihnen wird wohl nichts anderes als Hass empfinden. Der fundamentalistische Christ findet Homosexualität moralisch verwerflich. Und alle wollen sich vom Gesetz schützen lassen. Nein, so kommen wir nicht weiter wie auch so manche Diskussion im Netz zeigt. 

Grundgesetzänderungen sind bereits seit einiger Zeit leider fast ausschließlich politisch motiviert. Mit anderen Worten es geht um Wählerstimmen. Deshalb hat wohl auch Helmut Kohl vor mehr als 15 Jahren der Aufnahme des Verbotes der Diskriminierung Behinderter in Artikel 3 des Grundgesetzes zugestimmt. Denn  wer hat schon etwas gegen Behinderte. Weder die Kirche noch die Homosexuellenlobby.

Und macht euch nichts vor, liebe Schwule, Transsexuelle oder fundamentalistische Christen. Wenn jemand meint, mit Euch Wahlen gewinnen zu können, werdet ihr schon etwas von dem bekommen, was ihr wollt. Nicht früher und nicht später. Und dies macht die ganze Armseligkeit des Diskurses deutlich. Schwule, Transsexuelle und konservative Christen können in Deutschland gut leben. Wenn es Probleme gibt, sollen sie bitte an die Öffentlichkeit gehen.

Dies reicht als Korrektiv. Wer permanent den Gesetzgeber mit Partikularinteressen belästigt, untergräbt die Grundlagen der Verfasstheit der deutschen Gesellschaft. Und er gibt dem Staat Rechtfertigungen in Bereiche einzudringen, die wahrscheinlich eine Mehrheit aller hier im Netz anwesenden, vor einer weiteren Regulierung durch den Staat schützen will. Mit anderen Worten Artikel 3 des Grundgesetzes ist zu kürzen. „(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“ Das reicht.