Nach dem vermuteten Mordanschlag auf den Passauer Polizeichef Alois Mannichl kommt es allerorten nun wieder zu den üblichen Reaktionen. Rechte und Linke giften sich an und nutzen die Gunst der Stunde, um die vermeintlichen Fehltritte auf der eigenen Seite, die allerdings nichts anderes als Verbrechen sind, zu relativieren. Es ist kaum zu ertragen. Ob nun Messer stechende Migranten oder Messer stechende Neonazis. Man sollte mal folgendes festhalten. Erstens, beide sind so ziemlich das erbärmlichste, was die Menschheit hervorgebracht hat. Zweitens, jeder der so etwas wie Verständnis für Ihre Taten aufbringt, ist vor allem eines, ein Dummkopf. Drittens, gemeinsames Merkmal beider ist ihre offensichtliche Unproduktivität und Nutzlosigkeit. Dies muss man den Leuten ins Gesicht sagen. Es hilft. Stattdessen schwingt in der derzeitigen öffentlichen Diskussion vielfach so etwas wie Mitfühlen bezüglich den Fehlgeleiteten und Verwirrten der eigenen Seite mit. Manche meinen wohl, dass letztendlich nicht der Einzelne, sondern die Verhältnisse zustechen. Für jeden Menschen mit Anstand ist so etwas bereits im Ansatz einfach nur erbärmlich. Und noch erbärmlicher erscheint die Tatsache, dass all dies geschieht, ohne dass die Hintergründe der Tat wirklich klar sind.