Die Finanzkrise, Terroranschläge und asymmetrische Kriege fesseln derzeit die Aufmerksamkeit der deutschen Öffentlichkeit. Dem tiefgreifenden Wandel in der Gesellschaft, der derzeit vor unseren Augen abläuft, kommt in dieser allgemeinen Hektik kaum Aufmerksamkeit zu. Dabei ist er von wesentlicher Bedeutung für alle im „Westen“ lebenden Menschen. Es geht dabei um nichts anderes als die Liquidierung der Gesellschaft, wie wir sie in großen Teilen Westeuropas seit beinahe 100 Jahren kennen. Wie läuft diese Liquidierung ab, und wer sind ihre Akteure? Drei wesentliche Orte der Liquidierung scheinen mir von herausragender Bedeutung.

 

Der Diskurs über sogenannte Parallelgesellschaften unterliegt entweder den Beschränkungen der politischen Korrektheit oder gleitet schnell in Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ab. Nährt man sich der Frage nüchtern und unbefangen, so lässt sich nicht leugnen, dass die Parallelgesellschaften mit hoher Wahrscheinlichkeit nur eine Zwischenstation auf dem Weg zur Islamisierung Europas sind. Dieser Weg wird zum einen geebnet durch die Tatsache, dass die europäischen Sozialsysteme Großfamilien und Clans mit „Migrationshintergrund“ mehr als großzügig alimentieren. Und diese Alimentierung geschieht, ohne dass deren patriarchalisch-privatistische Lebensweise in unsere Partizipations- und Leistungsgesellschaft einmünden wird. Mit anderen Worten die Parallelgesellschaften sind die Fortsetzung der orientalischen Dorf- und Clangemeinschaft mit zusätzlichen finanziellen Mitteln und dem Gegenbild der westlichen, als verdorben wahrgenommenen Gesellschaft als stabilisierendes Element. Kongruent dazu ist die Gebährverweigerung der angestammten volksdeutschen Bevölkerung. Beides verschiebt nicht nur die Mehrheiten und zerstört den ethnisch weitgehend homogen Nationalstaat, sondern letztendlich delegitimiert es auch den nationalen Sozialstaat als einzigartigen Integrator und Stabilisator. Den ohne willige und leistungsfähige Buerger kann solch ein Staat per definitionem nicht funktionieren.

 

Unsere Gesellschaft spaltet sich. Im 20. Jahrhundert war es in einem Großteil der Bevölkerung Konsens, dass man sich durch harte Arbeit Wohlstand und somit eine bürgerliche Lebensführung erarbeiten kann und soll. Dieser Konsens ist verloren gegangen. Zum einen erlauben die heutigen ökonomischen Realitäten die Realisierung dieses Modells kaum noch oder nur unter wesentlich größeren Mühen. Zum anderem erschlafft bei vielen Menschen auch der Wille dies Modell zu verwirklichen. Lust und Bequemlichkeit haben heute einen höheren Stellenwert als Arbeit und Mühe. Die Folge dieser Spaltung ist ein Zerfall der Nationen in produktive und unproduktive Klassen. Und diese Klassen stehen sich feindlich gegenüber. Der Produktive wirft dem Unproduktiven seine Faulheit vor, der Unproduktive dem Produktiven seine Gier. Und beide Vorwürfe entbehren nicht einer gewissen Berechtigung. Fatal ist, dass diese Spaltung nicht auf ökonomischer Ebene verharrt, sondern letztendlich zu einer Trennung von Kultur, Mentalität und Bewusstsein führt.

 

Das Funktionieren unserer Gesellschaft beruht auf der Präsenz einer kritischen Masse von mündigen Bürgern. Verursacht durch die heutige Medienlandschaft und den globalen Kapitalismus sind jedoch Unmündigkeit und Verdummung auf dem Vormarsch. Die zur Ausbildung der Fähigkeit Verantwortung zu übernehmen notwendige Aufmerksamkeit wird heute massiv von Medien und Firmen zum Zwecke der Konsumentenerziehung und Konsumentenbindung vereinnahmt. Dies beginnt bereits im frühesten Kindesalter. Gleichzeitig werden die Erwachsenen für unmündig erklärt und der Staat und Medien sollen die Erziehung der Kinder schultern. Die Folge sind eine Infantilisierung der Gesellschaft, wie wir sie täglich auf zahlreichen Fernsehkanälen verfolgen können, und eine gesamtgesellschaftliche Verantwortungslosigkeit.

 

Was ist zu tun. Man sollte sich nicht der Illusion hingeben, zu besseren, also früheren Zeiten zurückkehren zu können. Der ethnisch homogene National- und Sozialstaat hat sich in vielerlei Hinsicht, leider, erledigt. Vor diesem Hintergrund ist es angezeigt, den Menschen reinen Wein einzuschenken. In vielerlei Hinsicht schafft es Klarheit, Fronten aufzubauen und bereits vorhandene Konflikte ein wenig zu verschärfen. Dies muss zum Beispiel eine klare und permanente Botschaft an die in Deutschland lebenden Menschen mit „Migrationshintergrund“ sein: Wer nicht mitmachen will, dem stehen die Errungenschaften des Sozialstaates auch nicht zu. Die Integration oder auch Assimilation stellt sich dabei für viele Einwanderer als Scheinziel dar. Erstrebenswert und in einem ersten Schritt ausreichend wäre es, diese Menschen dazu zu bewegen, sich nicht daneben zu benehmen. Das heißt letztlich, dass keinerlei Rechtfertigung besteht aus ihrer angeblichen Opferrolle irgendwelche Forderungen, Respekt oder Verständnis für asoziales und kriminelles Handeln abzuleiten. Der volksdeutschen Bevölkerung ist zu sagen, dass ihre derzeitige Fortpflanzungsverweigerung letztendlich dazu führt, dass ihre Kultur und sie selbst durch andere Kulturen und Völker ersetzt werden. Ein Vorgang, der im historischen Zusammenhang zwar normal ist, aber letztlich für kaum jemanden wünschenswert sein sollte. Insbesondere wenn man sich klar macht, dass es unrealistisch und illusionär ist, bei solch tiefgreifenden Veränderungen die Chance zu haben, ungeschoren davonzukommen, die Seinen zu schützen and alle anderen zu vergessen. Und was die Infantilisierung angeht, so müssen wir nach Wegen suchen junge Menschen reifer und Erwachsene weniger unreif zu machen. Ein erster Schritt wäre dies selbst vorzuleben, erwachsen sein zu wollen und gleichzeitig das Kindische der Lächerlichkeit preiszugeben.