Jahrgang 1968 und aus einem Dorf zwischen Braunschweig und Goslar stammend. Deutschland wurde einfach zu langweilig. Ich habe deshalb einen Schritt getan und lebe nach einem längeren Aufenthalt in Aserbaidschan und einem kürzeren Aufenthalt in Kasachstan derzeit in Russland. Und da die Widersprüche dieser Welt in dieser Region offener zu Tage treten als anderswo, lag nichts näher als dieser Blog. Denn obwohl jenseits des Heimatlandes vieles krasser erscheint, so ist man dennoch entspannter. Statt persönlicher Verzweifelung stellt sich ein gelöstes und vergnügtes Interesse ein.
Grüss Gott Herr Wilhelm,
Es freut mich sehr ,dass Sie über Aserbaidschan berichten.Ich bin fur ein Studium in Deutschland studiere Kommunikationswissenschaft.
Es ist schön über Aserbaidschan öfter auf Deutsch zu lesen.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.
Viele Grüsse
Amil
[...] Ich bin in einer seltenen Position. Durch meine Herkunft, meinen beruflichen Werdegang und nun meinen Aufenthalt in einem Land der Exsowjetunion am Rande zwischen Asien und Europa habe ich eine seltene Mischung von Verhältnissen und Personen kennengelernt. Die Gedankenwelt alkoholabhängiger Harz-IV-Empfänger ist mir ebenso durch direkten Kontakt bekannt wie die postsowjetischer Oligarchen, verschiedener Vorstandmitglieder von DAX-Unternehmen und deutscher und US-amerikanischer Botschafter sowie einiger deutscher Minister auf Landesebene. Als ich meine oben beschriebenen Gedanken vor einiger Zeit einem Mitglied einer Wirtschaftsdelegation aus Niedersachsen mitteilte, meinte dieser nur: „Sie kennen aber komische Leute!“ Wenn selbst die Mächtigen und Leistungs- und Entscheidungsfähigen die Welt nicht verstehen wollen, wie sollen wir es dann von den Machtlosen erwarten? [...]
Ohne neugierig oder aufdringlich sein zu wollen, und nachdem ich noch viel zu wenig hier gelesen habe – wodurch kommt man als Deutscher ausgerechnet nach Aserbaidschan (sollten Sie das schon beschrieben haben, wäre ich für einen Link sehr dankbar)? Ich verstehe Ihren Aufenthalt dorf vor allem als großartige Chance, Erfahrungen zu machen, und werde in Zukunft sicherlich öfter hier im Blog hereinschauen.
Sie sind also auch in Aserbaidschan. Pauls-Besucher? Hasher? Genclik oder Gtz?
Selten im Paul’s. Ansonsten nichts dergleichen. Und Sind Sie auch im schoenen Baku?
Prima dieser Blog! Ihre Expat Ansichten vergleiche ich im Stillen mit meiner Lebenssituation in der Fremde und den Blick auf Europa und die deutsche buergerliche Gesellschaft. Leider nicht prima ist, dass der Zinseszins im Westen gehoerig auf die Pauke haut, und wahrscheinlich auch noch anderswohin. Jetzt wuerde ich gerne einen Teller Tzaziki essen, bevor der Wohlstand im Westen alles auffrist, Gurken gibts ja ueberall.
Bitte lassen Sie weitere Gedanken aus Aserbaidschan folgen…
thairat
@thairat
Inzwischen Kasachstan. In der Tat der Zinseszins beunruhigt. Es entsteht eine hartnäckige, leicht verstörende Unsicherheit, die mich in meiner oben genannten Entspannheit stört.